Die SPD wirbt für ihre Pläne zum Baugebiet Kreuzfeld

Michael Frenzel im Gespräch in Blumenberg
Michael Frenzel im Gespräch in Blumenberg
Das Baugebiet Kreuzfeld ist ein alter Hut, der ab und an von der Politik aus dem Regal gezogen und vom Staub befreit wird. In den letzten Monaten wächst aber der Druck auf die Verantwortlichen der Stadt, mehr günstigen Wohnraum in relativ kurzer Zeit entstehen zu lassen. Dem schon in 2014 beschlossenen Stadtentwicklungskonzept Wohnen wurde ein Bedarf von 52.000 neuen Wohnungen bis zum Jahr 2030 prognostiziert. Die Stadt Köln soll bis zum Jahr 2040 um bis zu 200.000 Einwohner, knapp 75.000 Haushalte, wachsen.

Der Antrag der SPD-Fraktion wurde in der Ratssitzung vom 2. Februar 2016 nicht angenommen, sondern, laut Protokoll, in die nachfolgenden Gremien verwiesen. Dennoch sehen wohl mittlerweile alle politischen Parteien in Köln die Notwendigkeit der Realisierung von Kreuzfeld (in der Sprache der SPD "Blumenberg-West").

Und so geht die SPD auch vor Ort in die Offensive. Am Montag, dem 7. März fand im Gemeindehaus in Blumenberg auf Einladung der stellvertretenden Bezirksbürgermeisterin Eike Danke (SPD) ein Treffen der Vertreter der IG Blumenberg e.V. und des Bürgervereins Weiler mit dem 1. Stellvertretenden Ausschussvorsitzenden Herrn Michael Frenzel (SPD) statt. Anwesend waren auch mehrere SPD-Mitglieder aus Chorweiler, darunter Ratsherr Malik Karaman, Inan Gökpinar, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Chorweiler, Volkhoven, Weiler, Blumenberg. Auch zwei Mitarbeiterinnen der privaten Projektentwicklungs- und Beratungsgesellschaft BauData wohnten der Veranstaltung bei.

Herr Frenzel analysierte in seiner Präsentation den dringenden Bedarf an mehr Wohnraum in Köln und ging auf die wesentlichen Punkte des SPD-Antrages ein. Dann ließen die Anwesenden ein Revue über die Architektur-Ausstellung im letzten Jahr in Blumenberg passieren. Anschließend gab es eine Diskussionsrunde, bei der die Anwesenden viele, zum Teil auch kritische Fragen gestellt und qualifizierte Antworten von Herrn Frenzel erhalten haben.

Die meisten Anwesenden haben auf die Wichtigkeit einer soliden Infrastruktur beim Bau von Kreuzfeld hingewiesen. Allem voran auf eine gute Verkehrsanbindung. Auch eine optimale soziale Zusammensetzung der Bewohner des neuen Stadtteils wurde thematisiert. Man hat sich über die Grundwasserproblematik, auch im Hinblick „Retentionsraum“, auf die mögliche Bebauung von mehrgeschossigen Wohnhäusern unterhalten. Ebenso wurden im Gespräch die auf dem Gelände des neuen Baugebietes bereits entdeckten archeologischen Funde erwähnt, die zu zeitlichen Hindernissen werden könnten.

Anschließend wurde beschlossen eine Arbeitsgruppe zu bilden, die sich mit der Organisation einer weiteren Veranstaltung zum Thema Kreuzfeld befassen soll, die dann aber für alle Bürger der betroffenen Stadtteile im Umland von Kreuzfeld zugänglich sein soll.

Michael Frenzel (SPD)
Michael Frenzel (SPD)
Teilnehmer des Treffens zum Thema Kreuzfeld
Teilnehmer des Treffens zum Thema Kreuzfeld
Inan Gökpinar und Malik Karaman
Inan Gökpinar und Malik Karaman

09.03.2016, Alexander Litzenberger

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