Schöpfungsgeschichte meets Urknall

b_300_204_16777215_00_images_stories_Artikelfotos_2016_10_image.jpegSpannung pur versprach der Bildungsabend der Kolpingsfamilie Köln Worringen schon bei der Ankündigung. Die hohen Erwartungen an den Abend wurden von den 20 Besucherinnen und Besuchern dank hervorragender Referenten sogar noch übertroffen.

Anschaulich führten die beiden angehenden Naturwissenschaftler Max Blom und Maximilian Helmes in die Geheimnisse des Universums ein. Wissenschaftlicher Stand heute ist, dass das Universum in nur einem Punkt seinen Anfang nahm und sich mit rasender Geschwindigkeit (schneller als Licht) weiter ausdehnt. Wäre es auch nur eine Winzigkeit anders entstanden, würde es uns Menschen heute nicht geben. Die Winzigkeit lässt sich am besten wie folgt darstellen; Fasst man alle Sandkörner an den Stränden der Erde zusammen und entfernt nur eines, wäre das Universum vollkommen anders. Wer schon einmal die anschauliche Darstellung in der ZDF Sendereihe Terra x des Astrophysikers Harald Lesch über die Geheimnisse des Universums und des Lebens mitverfolgt hat, der wurde durch die beiden Naturwissenschaftler nicht enttäuscht. "So hat mir das noch nie einer erklärt" so eine begeisterte Teilnehmerin.

Wer nun erwartete, dass die Theologie nun die Erkenntnisse der Naturwissenschaften als nicht vereinbar mit dem Glauben ablehnt, der wurde eines besseren belehrt. Pastor Thomas Wolf, leitender Pfarrer der Pfarrei St Pankratius an Worringer Bruch und Präses der Kolpingsfamilie verdeutlichte, dass bereits in der Bibel eine Weiterentwicklung der Schöpfungsgeschichte stattgefunden hat. Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde ist die vernünftige Antwort auf die Frage, warum das Universum entstanden ist und welchen Sinn der Anfang hat. Immerhin unterhält der Vatikan 2 Sternwarten und betreibt selbst Naturwissenschaften. Einig sind sich die beiden Naturwissenschaftler und der Theologe in der Einschätzung, dass die Naturwissenschaft Ihre Grenzen hat, dass sie nur Dinge beschreiben und feststellen kann, aber nie den tieferen Sinn erkunden kann und soll. Kolping Vorsitzender Thomas Büchel resümierte den mit anhaltendem Beifall der Teilnehmer Erkenntnis reichen Abend.
"Wir können alle beruhigt schlafen, denn es ist absolut vernünftig an Gott zu glauben und hoch aktuell". Die Kolpingsfamilie Köln Worringen wird sich zukünftig stärker der Herausforderung stellen, dass wozu der Mensch heute durch wissenschaftliche Errungenschaften in der Lage ist ethisch zu hinterfragen. Zum Beispiel in der Embryonenforschung. Geplant ist ab 2017 einen theologischen Gesprächskreis einzurichten, um Fragen des Glaubens und der Wissenschaft auch auf anderen Gebieten zu vertiefen.
Einen Tipp hat die Kolpingsfamilie auch noch: wer sich von der Faszination der Schöpfung weiter (oder erstmalig)inspirieren lassen will, der besucht am besten das Planetarium in Erkrath und taucht in einer Kuppel ins Weltall ein. Übrigens in der katholischen Kirche in Worringen hängt über dem Tabernakel ein Schöpfungsgemälde. Anschauen lohnt sich.

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