IG Blumenberg e.V.

Hoffnungsvoller Jahresbeginn

Der erste Blumenberger Bürgertreff war ein voller Erfolg

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Der kleine Saal der Bildungsstätte des Deutschen Familienverbandes (DFV) war am 19. Januar 2011 gut gefüllt. Neben zahlreichen Bewohnern unseres Stadtteils  – Frauen und Männer, Alteingesessenen und Neuzugezogenen, Deutschen und Migranten, Senioren und jungen Müttern, waren auch Vertreter des Caritasverbandes für die Stadt Köln e.V  Frau Durwen und Sozialkoordinator im Bezirk Chorweiler, Herr Ellerbrock.

Nach der Begrüßung durch Frau Butzmühlen (DFV) übernahm Frau Durwen (Caritas) die Moderation. Eine Befragung der Anwesenden ergab schnell, dass sie alle gerne in Blumenberg wohnen. Eine gute Ausgangsbasis für ein fruchtbares Brainstorming, das – wie auch der weitere Abend – die Erwartungen der Initiatoren übertraf.

Die Vorgeschichte zum Bürgertreff – So fing alles an ...

Die Idee, die Blumenberger zu einem Treff einzuladen, entstand auf der letzten Blumenbergkonferenz*  im Oktober 2010. Hier wurden  Probleme wie eine bessere Busverbindung, Unregelmäßigkeiten bei der S-Bahntaktung und die Situation rund um die S-Bahnhaltestelle angesprochen. Beim Bürgertreff informierte der Sozialkoordinator im Bezirk Chorweiler, Herr Ellerbrock, die Anwesenden über den Verlauf der Blumenbergkonferenz.

Es tut sich was im Stadtteil – neuer Treffpunkt für Jugendliche

So konnte er vermelden, dass es in jüngster Zeit eine positive Entwicklung in puncto S-Bahnhaltestelle gab. In der Nähe der Station wird der Bolzplatz als Treffpunkt für Weiterlesen: 1-er Bürgertreff BlumenbergJugendliche ausgebaut.  Man hofft, damit vor allem die Jugendlichen, die sich auf dem Vorplatz der Bahnhaltestelle treffen, anzusprechen und ihnen neue Beschäftigungsmöglichkeiten anzubieten.

Bürgertreff diskutiert Themen der Blumenbergkonferenz 2010 erneut

Ferner stellte die Blumenbergkonferenz seinerzeit eine nur unzureichende Beleuchtung der Straßen und Wege in Blumenberg fest  – oft kommen nur dämmrig-gelbe Leuchtmittel zum Einsatz. Darüber hinaus ging es damals um die Kontrolle der Hundehaltung und den Zustand der Spielplätze. Schließlich hatten sich viele Bürger damals gewünscht, besser durch die beteiligten Organisationen informiert zu werden und mehr Möglichkeiten zu gemeinsamen Treffen zu erhalten. All diese Themen standen nun auch wieder auf der Tagesordnung des ersten Blumenberger Bürgertreffens.

Sauberkeit und Sicherheit hoch im Kurs

Die Teilnehmer des Bürgertreffens, aufgeteilt in mehrere Arbeitsgruppen, haben aber noch weitere Weiterlesen: 1-er Bürgertreff Blumenberginteressante Fragen gestellt und Wünsche geäußert. So wurde die Situation mit der unzureichenden Sauberkeit auf den Straßen angesprochen. In diesem Zusammenhang wurde der Wunsch laut nach einer intensiveren Beteiligung der Blumenberger an der städtischen Aktion "Köln putzt munter". Einige Teilnehmer forderten einen respektvolleren Umgang der Blumenberger miteinander und setzten sich gegen Diskriminierung im weitesten Sinne des Wortes ein. Außerdem wurde über die Sicherheit im Stadtteil gesprochen – allgemein, aber auch ganz konkret am Beispiel der schlechten Beleuchtung auf dem Weg zu der Bushaltestelle "Weichselring".

Sport und Spielen: Angebote für Kinder und Jugendliche

Die anwesenden jungen Mütter sprachen sich für einen eigenen Fußballverein für Kinder vor Ort aus. Alexander Brus, Mitarbeiter der Jugendeinrichtung Blu4ju antwortete daraufhin, dass die Möglichkeit bestehe, den katholischen Sportverband DJK, der in Blumenberg aktiv ist, darauf anzusprechen. Eventuell könne Blu4ju auch selbst eine Sportgruppe für Jugendliche gründen. Zugleich wies er darauf hin, dass es in unserem Stadtteil keinen richtigen Sportplatz gibt. Es sei außerdem nicht einfach, einen qualifizierten Trainer zu finden. Herr Ellerbrock erwähnte im Zusammenhang mit dem geplanten Bolzplatz in Blumenberg den Kölner Verein KIDSmiling, der für Kinder und Jugendliche in sozialen Brennpunkten kostenlose wöchentliche Fußballtrainings auf den Bolzplätzen anbietet.

Für die ganz Kleinen und ihre Mütter wünschte man sich eine Krabbelgruppe, die es früher schon einmal gegeben hatte. Auch die Hausaufgabenbetreuung für Schüler wurde angesprochen. (Allerdings gibt es so ein Angebot schon z.B. bei Blu4Ju- AL). Frau Butzmühlen (DFV) kündigte an, dass ihre Bildungsstätte ebenfalls zurzeit an diesem Thema arbeite.

Mehr Austausch, mehr soziale Nähe

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Viele Teilnehmer beklagten sich über fehlende Möglichkeiten, sich in Blumenberg zu treffen, kennenzulernen und auszutauschen. Dies erscheint in einem jungen Stadtteil, wo viele Kulturen vertreten sind, umso wichtiger. Auch für die Senioren sollte es bessere Angebote geben. Die Teilnehmer stellten ferner Fragen nach einer Gelegenheit für Künstler, ihre Werke auszustellen.
Und noch eine Idee entstand während des Treffens – eine nachbarschaftliche Job-Minibörse: für Babysitting, Gartenarbeiten, sporadische Hilfen im Haushalt und vieles mehr. Die Redaktion von www.koeln-blumenberg.de stellt gerne die Website als eine Austauschplattform zur Verfügung.

Informell und doch informativ – zum Charakter zukünftiger Treffen

Auch mit der Frage, wie man solche Bürgertreffen in Zukunft gestaltet, beschäftigten sich die Teilnehmer. Man war sich einig, dass solche Treffen einen informellen, lockeren Charakter behalten sollten. Gleichzeitig aber sollte es zur Besprechung von den für Blumenberg relevanten Themen kommen, sei es in Arbeitsgruppen oder durch Anhören von eingeladenen externen Referenten von der Stadtverwaltung oder von den kommunalen Dienstleistungsbetrieben. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass auch weitere Treffen in der gleichen offenen und freundlichen Atmosphäre stattfinden sollten, die diesen ersten Abend ausgezeichnet hat.

Der nächste Bürgertreff findet am 23.02.2011 um 18:30 Uhr wieder in den Räumen des Deutschen Familienverbandes statt.

AL, im Januar 2011

 

* Die Blumenbergkonferenz ist ein Treffen der Blumenberger Bürger und der Teilnehmer der Stadtteilkonferenz. Im Zentrum steht dabei der Austausch ziwschen Bewohnern und Institutionen. Die Stadtteilkonferenz Blumenberg entstand im Jahre 2005. Sie findet etwa 4-mal im Jahr statt und vereint alle wesentlichen Akteure des Stadtteils. Der Vorsitzender der Stadtteilkonferenz ist Herr Kaplan Gayko (St. Katharina von Sienna).

 

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